Unser Verein

Wir, der Gebirgstrachtenerhaltungsverein "Edelweiß" Dettendorf-Kematen, sind Mitglied im Gauverband 1, dem größten bairischen Trachtengauverband, und damit auch im Bayerischen Trachtenverband.

Unsere Historie

Die ersten Jahrzehnte

 

Im Laufe der ersten Trachtenbewegungen gründet sich auf Initiative von Andreas Maier am 10. Mai 1908 der GTEV Edelweiß Dettendorf-Kematen. Ins erste neue Vereinsjahr geht der Verein mit bereits 48 Mitgliedern. 1913 wird eine Standarte angeschafft,
die erste Fahnenweihe folgt 1923. Der an der Fahnenspitze angebrachte Schmid von Kochel ist im Gauverband bis heute einmalig. Als Pate fungiert der GTEV Oberlandler Bad Aibling. Nach den ersten zwei Jahrzehnten übernimmt 1928 Georg Röpfl als Vorstand den Verein und wird diesen 40 Jahre lang mit Hingabe und Opferbereitschaft durch Höhen und Tiefen leiten. In diese Zeit fällt nach der Fahnenrestauration die Fahnenweihe 1955 und das 50jährige Gründungsfest 1958 in Kematen.

Eine weitere große Ära leitet dessen Neffe Benno Röpfl ein, der von 1968 bis 1998 als Vorstand das Vereinsgeschehen prägt. Der Verein blüht abermals auf und nicht umsonst ist der „Jakobschmied Bene“ im ganzen Gau als vorbildlicher Trachtler bekannt. 1975 hat der Verein die Ehre, Pate bei der Fahnenweihe des GTEV Isarwinkler Bad Tölz sein zu dürfen, 1978 folgt das 70jährige Jubiläum in Dettendorf. Pünktlich zum 80jährigen Gründungsfest in Kematen weiht der Verein eine neue Vereinsfahne ein. Auch hier sind die Oberlandler aus Bad Aibling der Göd.

Zwei Jubiläen prägen die letzten Jahre: das 90jährige Gründungsfest 1998 in Dettendorf und das 100jährige 2008 in Kematen. An die Festsonntage mit je rund 40 Vereinen und Musikkapellen schließen sich mit Bieranstich, Festabend, Kesselfleischessen, Weinfest und Oldtimertreffen gelungene Festtage an, die bis heute in bester Erinnerung sind. 1998 ist das Jahr, in dem Benno Röpfl nach 30 Jahren Vorstand das Zepter an Martin Huber übergibt. Röpfl wird zum Ehrenvorstand ernannt und bleibt bis zu seinem Tode 2009 ein Idealist und fürsorglicher Förderer der Trachtensache. Anschließend steht Huber 15 Jahre dem Verein vor und knüpft nahtlos an die Geschicke seines Vorgängers an. 2013 übernimmt sodann der langjährige 2. Vorstand Martin Impler den Vorsitz.

 

Vereinsleben in den letzten Jahrzehnten

 

Mit heute 340 Mitgliedern ist unser Trachtenverein als größter Verein der etwa 800 Einwohner fassenden Altgemeinde Dettendorf bemerkenswert stark aufgestellt. Als Vereinslokal beherbergt seit jeher das Gasthaus Weingast in Kematen unseren Verein
für Veranstaltungen, Ausschusssitzungen und Versammlungen.


Für ihre großen Verdienste werden 2009 als Ehrenmitglieder ernannt: Barbara Engelsberger, Vereinsschneiderin und überregional bekannte Schalknäherin, Leonhard Singer, Festleiter der Jubiläen 1988, 1998 und 2008 sowie 35 Jahre Auktionator der Christbaumversteigerung und Marinus Mayr für seine langjährige vorbildliche Jugendarbeit.

Bereits seit Gründungszeiten beginnt unser Jahr traditionell an Heilig-Drei-König mit der Christbaumversteigerung zugunsten der Jugendarbeit. Regelmäßig lädt der Verein zu Vereinsabenden ein, bei denen die Vereinsmusiker, Plattlergruppen und Theaterspieler
ihr Können zeigen. Eine gelungene Neuerung seit dem Jahr 2000 ist der Vereinskirta, unser Vereinsfest an Maria Himmelfahrt, das alljährlich an unterschiedlichen Hofstellen unserer Mitglieder stattfindet und bei Steckerlfisch und Gockl, Auftritten unserer Plattlergruppen und der Trachtenkapelle großen Anklang findet. Ende September folgt der Vereinsjahrtag mit anschließender Vereinsversammlung. Auch bei kirchlichen Anlässen wie Patrozinien, Fronleichnam, Maiandacht oder Leonhardiwallfahrten
ist der Verein aktiv mit dabei. Zum letzten Geleit erhält jedes Vereinsmitglied einen Kranz, eine Grabrede und die Begleitung durch die Vereinsmitglieder mit der Fahne.


In der Jugendarbeit werden derzeit rund 50 Kinder und Jugendliche in drei Plattlergruppen betreut und erlernen die hiesigen gebräuchlichen Tänze und Plattler. Unsere aktive Plattlergruppe mit gut 15 Paaren rundet als Aushängeschild unseres Vereins
die Jugendarbeit ab. Neben den wöchentlichen Proben im alten Dettendorfer Schulhaus kommen Auftritte bei öffentlichen Veranstaltungen wie auch Ausflüge oder gemeinsame Unternehmungen bei unseren Jugendgruppen und Aktiven hinzu.

Erwähnenswert sind die 65 aktiven Schalkfrauen des Vereins, die zu den Festlichkeiten bestens ausrücken und sich am Vereinsleben aktiv beteiligen.

 

Bereits seit 1956 wird im Verein Theater gespielt und ergänzt die Vereinsarbeit in der Förderung des Laienspiels und der Pflege der heimischen Mundart und des Brauchtums. Knapp 50 Mitglieder sind in der Theatergruppe engagiert und erfreuen alljährlich zu Ostern das Publikum mit klassischem Volkstheater oder mit zeitgenössischen Stücken. Seit 2009 auf neuer Bühne entwickelt sich das Kemater Theater ständig hinsichtlich Stückauswahl, Technik, Bühnenbau und Spielkultur fort. Beim Adventssingen, bei Vereinsabenden und als Ergänzung im Theater erhalten Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, ihre ersten Schritte auf der Bühne zu tätigen.

1894 ins Leben gerufen durch den gleichen Gründungsvater darf sich die Trachtenkapelle Dettendorf durch Ernennung von Prinzregent Luitpold als Erste Oberbayrische Trachtenkapelle bezeichnen. Noch heute ist die Mitgliedschaft der Musikanten im
Trachtenverein obligatorisch und viele, gerade junge Musiker sind auch im Trachtenverein engagiert. Mit ihren 33 MusikerInnen ist die Trachtenkapelle ein ständiger Begleiter im Vereinsleben, sei es beim Ausrücken zu den Trachtenfesten, kirchlichen Anlässen
oder sonstigen Vereinsveranstaltungen.


Eine stete Jugendarbeit, eine aktive Mitgliederpflege und die harmonische Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen und der Dorfgemeinschaft sind wesentliche Eckpfeiler für das Gelingen, auch weiterhin Heimat, Brauchtum, Kultur und bayrische Lebensart zu bewahren, gemäß dem Leitspruch: „Das Land, das dich geboren, das du als Heimat liebst, es ist erst dann verloren, wenn du es selbst aufgibst.

Unsere Heimat

Unsere Heimat befindet sich am Fuße des Irschenbergs, dem Tor zum Oberland, südlich des Mangfalltals, westlich der weitläufigen Moor- und Forstauen des Rosenheimer Seebeckens und nördlich der bayerischen Alpen mit den berühmten Wendelstein.

 

Die Altgemeinde Dettendorf mit ihren beiden Pfarrkirchen St. Korbinian in Dettendorf und St. Martin in Kematen, gehört neben den Ortsteilen Au, Bad Feilnbach mit Wiechs und Litzldorf seit der Gemeindegebietsreform 1972 zur rund 8.000 Einwohner fassenden Großgemeinde Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim. Mit gut 800 Einwohnern ist Dettendorf-Kematen der kleinste Gemeindeteil, flächenmäßig aber der größte.

 

Im Schatten der Nachbarorte Au und Bad Feilnbach entwickelt sich Dettendorf-Kematen gemächlich und beschaulich. In der Flur von Land- und Forstwirtschaft geprägt, erhält sich im Ortsbild der ländliche Charakter mit den landwirtschaftlichen Anwesen nebst passend eingefügten Wohngebäuden und zahlreichen Obstgärten, frei von Gewerbe- und Industriegebieten. Der wunderbare Blick über die Dettendorfer Kirche in die Berge zur "schlafenden Jungfrau" und das Panorama vom Eckersberg oder vom Großen Stein aufs Rosenheimer Land zeigen die herrliche Landschaft, die jedoch durch die Bundesautobahn A8 auf eine harte Prüfung gestellt wird.

Neben der Pfarrgemeinde mit ihren kirchlichen Anlässen bestimmen unsere vielen aktiven Ortsvereine und -gruppierungen mit ihren Festlichkeiten und Traditionen das Dorfleben: Der Trachtenverein mit Plattlergruppen und Theatergruppe , die Trachtenkapelle, der Veteranenverein, der Gramaverein, der Dirndl- und Burschenverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Obst- und Gartenbauverein und der Oldtimerverein. Die Ortsvereine tragen mit der bodenständigen und heimatbewussten Lebenseinstellung der Bewohner Sorge dafür, dass der bairisch-ländliche Charakter bei uns lebendig bleibt. Die Dorfgemeinschaft ist das, was das Dorf so lebenswert macht.

Der Schwerpunkt unseres gesellschaftlichen Dorflebens liegt im Gasthaus Weingast, dem Kemater Wirt, bei dem die kulturellen Veranstaltungen der Ortsvereine ihre Heimat finden und der überregional für sein schönes Ambiente mit Saal und Biergarten und seine gute Küche bekannt ist. Für unsere jüngsten Dorfbewohner existiert ein gemeindlicher Kindergarten und für unsere Familien gleich daneben ein Spiel- und Bolzplatz. Unser Kirchenchor probt im Kemater Pfarrheim, die Plattlergruppen, Musikkapellen und die Theatergruppe haben ihre Heimat im alten Schulhaus. Zusammen mit der Feuerwehr wird als Ersatz für das in die Jahre gekommene Schulhaus mit dem Gemeinschaftshaus zurzeit eine neue Begegnungs- und Probenstätte errichtet.

Unsere Vorstandschaft

Seit den Neuwahlen im September 2016 besteht unsere Vorstandschaft aus folgenden Personen:

 

Vorstand:

1. Vorstand: Martin Impler
2. Vorstand: Sepp Mayr
Kassier: Franz Kink
Schriftführer: Hans Singer

 

Fahnenabordnung:

Fähnrich: Martin Engelsberger
Fahnenbegleiter: Franz Kink jun.
Fahnenbegleiter: Stefan Grimm

 

Ausschuss:

1. Vorplattler: Matthias Kink
2. Vorplattler: Wolfgang Kink
1. Dirndlvertreterin: Agnes Millauer
2. Dirndlvertreterin: Antonia Jackl
1. Jugendleiterin: Bernadette Kurz
2. Jugendleiterin: Uschi Berger
Schalkfrauenvertreterin: Irmi Impler
Trachtenwartin: Kathrin Bielmeier
Theaterleiterin: Barbara Mayr
Beisitzer: Sepp Millauer
Beisitzer: Marinus Maier
Beisitzer: Peter Berger
Beisitzer: Benno Röpfl
Beisitzer: Balthasar Engelsberger
Beisitzer: Martin Huber

 

Sonstige Posten:

Kassenprüfer: Sepp Mark
Kassenprüfer: Peter Bielmeier